Der Name ist vielleicht etwas ungewöhnlich, aber einprägsam. Um Missverständnissen vorzubeugen: Der Lese-Ludi wendet sich ausschließlich an unschuldige Kinder, die freilich noch etwas aufzuarbeiten haben. Sie werden hier raum-unabhängig und überdies individuell betreut, als Belohnung wirken verdiente Punkte und zudem der eine oder andere Lese-Pass. Das spornt sie zu erhöhter Leistung an, vor allem, wenn sie ihr Fortkommen sowohl bildlich dargestellt als auch anhand einer verständlichen statistischen Aufbereitung dokumentiert erkennen können. Und auch die Lehrer werden des virtuellen Klassenraumes nicht verwiesen. Ihnen stehen zwar schonungslose Kompetenz-Tests bevor, die aber mit einer leicht handhabbaren Verwaltung ihrer Klassen versüßt werden. Hier werden Anfänger schnell zu Profis, das praktikable und Lernerfolg verheißende System kann auch innerhalb des Schulgebäudes angewendet werden. Gerade Schüler, die besonderer Förderung bedürfen, kommen damit leichter weiter und das selbstverständlich auch inklusiv. Systematisch sind die jeweiligen Übungen strukturiert wie auch die Tests, die regelmäßig absolviert werden können. Es zeigt sich, dass Lesen keine Wissenschaft für sich ist, sondern etwas, das durchaus zu erlernen ist, wenn die methodischen Voraussetzungen gegeben sind. Es beginnt mit dem Trainieren einzelner Silben, die später dann zu ganzen Sätzen werden und schließlich vollständigen Texten den Eingang ins mittlerweile vertiefte Bewusstsein ermöglichen. Wer erste Erfahrungen mit der Internetpräsenz zum Lesen lernen bereits gesammelt hat, ist des Lobes voll. Geplagte Lehrer zeigen sich überaus erleichtert, manche Eltern und andere Erziehungsberechtigte sind froh darüber, dass die Kleinen hier nicht nur eine sinnvolle Beschäftigung finden, sondern noch dazu nach kurzer Einweisung völlig autark mit den Lernprogrammen verschiedener Schwierigkeitsgrade umgehen können. Das gilt nicht nur für den Unterricht, auch bei Erledigung freiwillig ausgeführter Hausaufgaben wird akribisch Buch geführt, was wiederum dem Schulalltag gut bekommt. Sieht man doch daran genau, wer bereit ist, Initiative zu entwickeln und auch, bei wem es daran noch ein wenig hapert. Mögliche Ursachen werden daraufhin gleich aufgespürt.

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